Blasenschwäche – was kann ich dagegen tun?
Eine ganze Menge. Blasenschwäche ist kein unabwendbares Schicksal, mit dem Sie leben müssen. Unsere Empfehlungen bei Blasenschwäche:
Vertrauen Sie sich Ihrem Arzt an
85% der Menschen mit Blasenschwäche gehen nicht zum Arzt. Brechen Sie das Tabu und lassen Sie sich helfen! Das ist wichtig, denn nur ein Arzt kann die Ursache für die Inkontinenz herausfinden, um die individuell beste Therapie für Sie auszusuchen.
Haben Sie keine Scheu: Mediziner kennen Ihre Beschwerden, denn von Inkontinenz sind Millionen von Menschen betroffen – es spricht nur niemand darüber. Seien Sie offen und beantworten Sie Ihrem Arzt alle Fragen. Sie brauchen sich nicht zu schämen.
Nehmen Sie regelmäßig die vom Arzt verschriebenen Medikamente
Es gibt heute wirksame Medikamente, die ganz gezielt die Funktion der Harnblase unterstützen und die Überaktivität des Blasenmuskels hemmen. Je nachdem, wo die Ursache für Ihre Inkontinenz liegt, wird Ihr Arzt Ihnen ein bewährtes Medikament verschreiben.
In der Regel werden Sie den Erfolg der medikamentösen Therapie recht schnell spüren: Schon nach einigen Tagen bemerken Sie die ersten Effekte, und bei den meisten Patienten tritt bereits nach einer Woche eine Besserung ein.
Besonders bei älteren Menschen, die oft schon mehrere Medikamente einnehmen müssen, ist die Verträglichkeit einer Arznei ein wichtiger Gesichtspunkt. Fragen Sie Ihren Arzt ruhig danach!
Trainieren Sie Ihren Beckenboden
Es lohnt sich auf jeden Fall, den Beckenboden zu trainieren. Ein starker Beckenboden hilft sowohl bei Belastungs- als auch bei Drang-Inkontinenz.
Der Beckenboden besteht aus Muskeln und ist wie eine flache Schüssel geformt. Er stützt alle Bauchorgane. Diese Muskelschale umschließt die Harnröhre und den After sowie die Scheide der Frau. Wie jeder Muskel, ist auch der Beckenboden trainierbar. Wenn Sie regelmäßig üben und ein bisschen Geduld haben, werden Sie recht bald eine erhebliche Besserung Ihrer Beschwerden bemerken. Ihr Arzt kann Sie beraten oder an einen Physiotherapeuten verweisen.
Hier finden Sie eine Anleitung für ganz einfache Übungen zur Stärkung Ihres Beckenbodens.
Pflanzliche Mittel sind meist sehr gut verträglich und kostengünstig. Präparate mit Extrakten aus Sägepalmenfrüchten oder Kürbiskernen haben sich bei Blasenschwäche bewährt. Sie lindern leichtere Beschwerden. In schwereren hilft eine Operation.
Trainieren Sie Ihre Blase
Wenn Sie unter Drang-Inkontinenz leiden, kann ein Blasen- oder Miktionstraining hilfreich sein: Die Harnblase wird in vorgegebenen Abständen entleert, das soll dem starken Harndrang bei einer motorischen Drang-Inkontinenz entgegenwirken. Ziel ist es, die Blase zu entleeren, bevor der Harndrang aufkommt.
Dazu führen Sie am besten über mehrere Tage ein Protokoll Ihrer Blasenentleerungen, ein so genanntes "Miktionstagebuch". Darin halten Sie die Entleerungszeiten fest. Notieren Sie außerdem, ob die Blasenentleerung freiwillig oder unfreiwillig geschah. Menge und Art der zugeführten Getränke sowie die Anzahl verwendeter Einlagen sind weitere wichtige Hinweise.
Mit dem Miktionstagebuch lassen sich die Regelmäßigkeiten der Entleerungen feststellen. Dann stellen Sie einen Zeitplan für den Toilettengang auf. Versuchen Sie, immer eine halbe Stunde vor der vermutlichen Blasenentleerung die Toilette aufzusuchen. In der ersten Übungsphase müssen Sie Ihren Plan wahrscheinlich noch ein wenig verändern und anpassen.
Trinken Sie viel
Viele Menschen mit Blasenproblemen versuchen, weniger zu trinken, um so die Urinmenge gering zu halten. Das ist aber nicht nur gesundheitsschädlich, sondern auch noch kontraproduktiv:
Wenn man zu wenig trinkt, werden die Nieren schnell unterversorgt und können ihre Entgiftungsfunktion nicht mehr wahrnehmen. Harnwege und die Blase werden nicht mehr ausreichend durchgespült. Das leistet Infektionen Vorschub, denn die Bakterien, die nicht ausgespült werden, vermehren sich und verursachen Infektionen. Diese tragen aber dazu bei, Inkontinenz zu verstärken.
Die Füllung der Harnblase dient dem Training der Blasenmuskulatur. Wird die Blase nicht mehr ausreichend gefüllt, entfällt dieser Trainingseffekt. Dadurch verringert sich das Fassungsvermögen der Blase und die Inkontinenz verstärkt sich.
Auch und gerade bei Inkontinenz: Trinken Sie ca. zwei Liter täglich.
Produkte, die Ihnen helfen können
Echinacin Madaus – der Klassiker zur Steigerung der körperlichen Abwehr. Auch zur Unterstützung der Behandlung bei wiederkehrenden Harnwegsinfekten.
Rottapharm | Madaus hat weitere Medikamente zur Therapie der Blasenschwäche im Sortiment. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt gibt Ihnen gerne Auskunft.
