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Zyklusstörungen

Fast jede Frau hat in ihrem Leben schon einmal Zyklusstörungen kennengelernt. Entweder als einmaliges Ereignis, z. B. in extremen Stresssituationen, oder als längerfristige Beeinträchtigung der monatlichen Regel. Neben den Symptomen wie zum Beispiel starke Schmerzen oder eine viel zu lange Blutung leiden Frauen dabei auch oft unter psychischen Belastungen. Das körperliche Gleichgewicht ist gestört und färbt auf die Seele ab, dazu kommt die Unsicherheit, ob die Ursachen für die Störungen einschneidend oder nur vorübergehend sind.

Die Übergänge zwischen einer "normalen" Periode und einer Zyklusstörung sind fließend. Doch wenn eine Frau an sich selbst auch nur geringe Veränderungen des Zyklus bemerkt, sollte sie zur Sicherheit ihren Frauenarzt aufsuchen. Dort kann eine genaue Diagnose gestellt werden, die genauen Ursachen können abgeklärt und meistens auch behoben werden. Sowohl organische als auch hormonelle Störungen können die Gründe sein, aber auch psychische Belastungen, z. B. Stress, sind ihre Auslöser. Für fast alle Zyklusstörungen gilt jedoch, dass man mit einer gesunden Lebensführung, mit gesunder und ausgewogener Ernährung, wenig Stress und maßvoller sportlicher Betätigung zu einer Linderung der Beschwerden beitragen kann.

Wichtig ist natürlich auch das Wissen, welche der verschiedenen Formen einer Zyklusstörung vorliegt. Zyklusstörungen werden in fünf Hauptgruppen unterteilt:

1. Unregelmäßigkeiten des Blutungsrhythmus

Dazu gehören die Polymenorrhoe - sprich: Polimenorö - (dabei kommen die Blutungen zu häufig) und die Oligomenorrhoe (dabei kommen die Blutungen zu selten). Generell gilt ein Zyklus als "normal", wenn es alle 25 - 31 Tage zur Menstruation kommt.

2. Unregelmäßigkeiten der Blutungsstärke

Dazu gehören Hypomenorrhoe (zu schwache Regel) und Hypermenorrhoe (übermäßige Blutung), bei einer normalen Blutungsdauer von ca. 4 bis 6 Tagen.

3. Unregelmäßigkeiten der Blutungsdauer

Menorrhagie (überlange Blutungen über acht bis zehn Tage) und Brachymenorrhoe (verkürzte Blutungsdauer zwischen wenigen Stunden und 1 1/2 Tagen).

4. Zwischenblutungen

Zusätzliche Blutungen innerhalb eines Zyklus.

5. Amenorrhoe

Keine Blutung. Dabei unterscheidet man zwischen einer primären und einer sekundären Amenorrhoe. Bei der primären Amenorrhoe hat bei jungen Mädchen bis zum 18. Lebensjahr noch keine Blutung stattgefunden, von der sekundären Amenorrhoe spricht man, wenn nach vorherigem normalen Verlauf der Periode diese für drei oder mehr Monate ausbleibt.

Dysmenorrhoe

Eine weitere Form eines unregelmäßigen Verlaufes der Menstruation ist die Dysmenorrhoe, die äußerst schmerzhafte Regelblutung mit krampfartigen Unterleibsschmerzen.

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