Ursachen der Osteoporose und Risikogruppen
Ursachen
Knochen erscheinen uns als tote Substanz, doch dem ist absolut nicht so. Als Depotorgan für Calcium nehmen sie eine wichtige Rolle in unserem Stoffwechsel ein. Calcium ist ein Stoff, der für unsere Körperfunktionen sehr wichtig ist und zu 98% im Knochen gespeichert vorliegt. Nur 2 % sind im Blut frei verfügbar. Dieser Calciumspiegel muss sehr genau aufrecht erhalten werden, da es sonst zu Problemen kommt. Wird mehr Calcium benötigt als aufgenommen, so wird fehlendes Calcium aus den Knochen entnommen, die dadurch auf lange Sicht an Stabilität verlieren. So befinden sich unsere Knochen in einem ständigen Umbau: innerhalb von 200 Tagen wird die gesamte Knochenmasse einmal umgebaut. So leuchtet es ein, dass die Stabilität der Knochen ganz wesentlich von dem Verhältnis des Knochenaufbaus zum Knochenabbau bestimmt wird. In jungen Jahren überwiegt der Knochenaufbau, bis im Alter von 30-35 Jahren ein Maximum an Knochendichte erreicht wird. In den Jahren danach gewinnen ganz langsam die knochenabbauenden Prozesse die Oberhand. Dieser Umbauprozess wird auch von den Hormonen beeinflusst. Daher sind Frauen in den Wechseljahren besonders betroffen. Durch den Verlust des Östrogens werden die knochenabbauenden Vorgänge unterstützt und der Knochen verliert noch mehr an Substanz. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Bruch auftritt, erhöht sich.
Risikogruppen und Risikofaktoren
Familiäre Belastung
Die Wahrscheinlichkeit für eine Erkrankung ist erhöht, wenn es schon andere Fälle mit Osteoporose in der Familie gegeben hat.
Höheres Alter
Mit der Abnahme des Knochenaufbaus steigt das Risiko einer Osteoporose in der zweiten Lebenshälfte an.
Wechseljahre
Aufgrund der nachlassenden Östrogenproduktion wird mehr Knochenmasse abgebaut. Das Risiko für Osteoporose steigt für Frauen in den Wechseljahren deutlich an.
Lebensgewohnheiten
Zu wenig Calcium und Vitamin D in der Nahrung, aber auch hoher und regelmäßiger Genussmittelkonsum (Alkohol und Nikotin) können das Entstehen einer Osteoporose begünstigen.
Gewicht
Schlanke Frauen sind häufiger von der Osteoporose betroffen, ebenso Frauen, die wiederholt strenge Diäten durchführen.
Bewegungsmangel
Zu wenig Bewegung „unterfordert“ die Knochen und begünstigt den Knochenabbau.
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