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Sportverletzungen - Was tun?

Vorbeugen

Viele Verletzungen lassen sich schon vermeiden, indem Sie vor, während und nach dem Sport einige grundlegende Regeln beachten:

  • Dosieren Sie die Belastung: Jeder Sportler, ob auf Freizeit- oder Leistungsniveau, sollte seinen körperlichen Bedingungen entsprechend trainieren. Überlastungen sind eine häufige Ursache für Sportverletzungen.
  • Bereiten Sie sich richtig vor: Auf jeden Fall sollte vor dem Training Aufwärmen und Stretching stehen, um den Körper auf die folgende Belastung vorzubereiten.
  • Achten Sie auf gute Ausrüstung: Die Sportausrüstung sollte der Sportart angepasst sein, z. B. geeignete Schuhe beim Laufen oder richtige Schutzkleidung beim Eishockey. Auch Freizeitsportler sollten auf gute Sportausrüstung Wert legen. Lassen Sie sich im Fachgeschäft beraten und sparen Sie nicht am falschen Ende.
  • Legen Sie Wert auf gute Ernährung: Sportler sollten sich ausgewogen ernähren. Der Körper braucht und verbraucht bei Belastung viele Mineralien und Vitamine, um leistungsfähig zu bleiben.
  • Schonen Sie sich: Nach einer Krankheit oder Verletzung ist der Körper nicht so leistungsfähig wie sonst. Fahren Sie Ihr gewohntes Training also entsprechend herunter, bis Sie wieder ganz fit sind. Auch wer müde und unkonzentriert ist, sollte sein Training vermindern.

Und wenn es doch passiert ist?

Beim Sport ist direkt am Platz oft keine genauere Untersuchung möglich. Deshalb ist es schwierig, eine genaue Diagnose zu stellen.

Handelt es sich um eine einfache Prellung, oder liegt eine Zerrung, ein Muskelfaserriss oder eine Bänderdehnung vor?

Viele innerliche Sportverletzungen ähneln sich auf den ersten Blick. Fast alle haben das gleiche Beschwerdebild:

  • unmittelbar einsetzender, oft starker Schmerz
  • Kraftlosigkeit der betroffenen Muskeln
  • Bewegungseinschränkung bis hin zur Bewegungsunfähigkeit
  • Schwellung und Druckempfindlichkeit

PECH!

Zur richtigen Sofortbehandlung gibt es ein einfaches Schema, um den Heilungsverlauf günstig zu beeinflussen und weitere Schäden zu verhindern: Die PECH-Regel.

P = Pause
E = Eis
C = Compression
H = Hochlagern

P = Pause
Sofort mit dem Sport aufhören. Den betroffenen Körperteil ruhig stellen. Dann vorsichtig untersuchen, um den Schaden beurteilen zu können.

E = Eis
Eine sofortige Kälteanwendung ist entscheidend für den Heilungsverlauf. Kälte bewirkt die Verringerung von Blutungen und Schwellungen, weil sie die Blutgefäße verengt. Die Kälte verlangsamt außerdem den Stoffwechsel im Gewebe und verhindert so die Ausdehnung des Gewebeschadens. Zusätzlich lindert die Kälte den Schmerz.

Am besten eignen sich spezielle Kühlprodukte aus der Apotheke, die nicht vorher gekühlt werden müssen. Kühlpasten oder Kältesprays sind sofort einsatzfähig. Im Notfall, wenn nichts anderes zur Hand ist, helfen erstmal auch einfache kalte Umschläge.

Achtung! Kälte darf bei einer offenen Wunde nicht angewendet werden!

C = Compression
Das Anlegen eines Kompressionsverbandes mit mäßiger Spannung ist der nächste Schritt. Dieser Druckverband verhindert, dass sich Schwellungen und Hämatome weiter ausbreiten.

H = Hochlagerung
Durch die Hochlagerung wird die Blutzufuhr verringert. Flüssigkeit, die aus den Blutgefäßen in das umliegende Gewebe ausgetreten ist, wird so leichter abtransportiert. Dadurch vermindern sich Schwellungen und die damit verbundenen Schmerzen. Bei ausgedehnten Schwellungen sollte die Hochlagerung für 1 bis 2 Tage bestehen bleiben. Auch im weiteren Verlauf der Behandlung sollte der verletzte Körperteil regelmäßig hochgelagert werden.

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