Rottapharm | Madaus GmbH Logo

Verstopfung – das können Sie tun

Da eine Verstopfung häufig mehrere Ursachen hat, ist es wenig erfolgversprechend, mit nur einer Maßnahme gegen das Leiden vorzugehen. Und es gibt eine Menge, was Sie tun können, um nicht nur Ihre Verdauungsstörung loszuwerden, sondern sich auch rundum wohler zu fühlen.

Scheinbar unsinnig: mehr essen

Natürlich ist damit nicht gemeint, einfach nur irgendetwas zu essen. Zucker, Alkohol, Backwaren aus feinstgemahlenem Mehl zum Beispiel gehören dann nicht auf den Speiseplan. Vielmehr sollten Sie öfter mehr Ballaststoff reiche Nahrungsmittel essen. Ballaststoffe sind die unverdaulichen Nahrungsbestandteile, vor allem Pflanzenfasern. Sie sorgen für eine ausreichende Darmfüllung, die Grundvoraussetzung für einen regelmäßigen Stuhlgang ist. Sie sind aber auch Nahrungsgrundlage für die Darmbakterien, die für eine vollständige Nahrungsverwertung unerlässlich sind.

Wie wichtig diese Ballaststoffe sind, hat die medizinische Forschung nachgewiesen. Sie wirken vorbeugend gegen viele Erkrankungen, wie z. B. Blinddarmentzündung, Darmpolypen, Gallensteinbildung und Darmkrebs. Zudem normalisieren sich bei reichlicher Zufuhr von Ballaststoffen die Fettaufnahme in das Blut, der Cholesterinspiegel und auch der Blutzuckergehalt. So kann ein langjähriger Mangel an diesen "unverwertbaren" Bestandteilen der Nahrung mittelbar zur Entstehung von Krankheiten wie Arterienverkalkung (Arteriosklerose) oder Herzkranzgefäßverengung (koronare Herzkrankheit) beitragen.

Ballaststoffe sind vor allem in Obst, Kartoffeln und Gemüsen, Hülsenfrüchten und Vollkornbrot enthalten.

Mehr trinken - aber ohne Kalorien und Prozente!

Wenn es um vermehrte Flüssigkeitszufuhr geht, sind Mineralwasser, Tee und Kaffee die Getränke der Wahl. 1 1/2 Liter Flüssigkeit täglich sind mindestens erforderlich, damit der Darminhalt seine weiche Beschaffenheit erhält. Hier gilt allerdings: Mehr ist besser.

Bewegung macht auch der Verdauung Beine

Es gibt gezielte Techniken, mit denen Sie die Darmtätigkeit fördern können: So hat sich die Bauchmassage oft als hilfreich erwiesen. Massieren Sie im Liegen die Bauchdecke unterhalb des Bauchnabels etwa 5 Minuten lang abwechselnd von rechts unten nach rechts oben und von links oben nach links unten. Auch das gezielte Training der Bauchmuskulatur durch gymnastische Übungen trägt zur besseren Verdauung bei. Zum anderen ist aber ganz allgemein ausreichende körperliche Bewegung wichtig. Gehen oder laufen Sie jeden Tag mindestens 15 Minuten lang. Das bringt nicht nur die Darmtätigkeit "auf Trab".

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier

Es gibt nützliche Gewohnheiten, die zur Wiederherstellung einer geregelten Verdauung beitragen - und die Sie sich mit wenig Mühe aneignen können. Da ist z. B. das Glas Flüssigkeit - Wasser oder Saft -, das auf den Darm als Reiz zur Entleerung wirkt. Um einen solchen Reflex geht es auch, wenn Sie sich daran gewöhnen, grundsätzlich zu einer festen Zeit - am besten natürlich morgens - die Toilette aufzusuchen, auch dann, wenn Sie nicht dringend "müssen".  Das heißt natürlich nicht, dass Sie deshalb dem Stuhldrang nicht nachgeben sollten, wenn er zu einer anderen Tageszeit auftritt. Ganz regelmäßig wie ein Uhrwerk kann die Verdauung ohnehin nicht immer funktionieren, weil es hierbei auch auf die Art der Nahrung ankommt. So schwankt die Verdauungszeit von 1 - 2 Stunden bei leichten Speisen (z. B. Kochfisch) bis zu 9 Stunden (z. B. bei Hülsenfrüchten).

Ein Tipp für das "Örtchen"

Bewährt hat es sich speziell bei Bauchmuskelschwäche, die Füße auf ein Fußbänkchen zu setzen. Das wirkt sich erstaunlich günstig auf die Darmentleerung aus.

Pro und contra Abführmittel

Die Einnahme von Abführmitteln ist scheinbar der bequemste Weg, Verdauungsprobleme zu lösen. Andererseits hört man immer wieder von dramatischen Darstellungen über die Gefährlichkeit abführender Arzneimittel. Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte. Zuerst einmal gilt, dass man grundsätzlich überhaupt keine Arzneimittel regelmäßig und über lange Zeiträume einnehmen sollte, ohne den Arzt oder Apotheker um Rat zu fragen. Gerade bei Abführmitteln - vor allem bei drastisch wirkenden - drohen tatsächlich Gefahren. Eine besteht darin, dass der Darm sich an den starken Reiz "von außen" gewöhnt und von alleine praktisch überhaupt nicht mehr arbeitet. Eine andere ist der Verlust von Mineralstoffen, vor allem von Kalium. Wenn die Darmpassage künstlich stark beschleunigt wird, kann es zu einer verminderten Aufnahme dieses Minerals aus der Nahrung kommen. Da aber die Muskelfunktionen - auch die der Darmmuskulatur - von der Kaliumzufuhr abhängen, lähmt sich der Darm sozusagen selbst: die Verstopfung kann sich sogar verstärken. Vorsicht ist auch in der Schwangerschaft geboten, in der es besonders häufig zur Verstopfung kommt. Hier sollte vor der Einnahme von Arzneimitteln grundsätzlich der Rat des Arztes eingeholt werden. Empfehlenswert sind in vielen Fällen sanft wirkende Verdauungshilfen auf pflanzlicher Basis, die die Darmtätigkeit sinnvoll unterstützen.

Nach oben

 

Gute Produkte – wenn die Verdauung die Balance verliert

Agiolax Granulat  – das pflanzliche stimulierende Abführmittel mit den Wirkstoffen aus Senna und Flohsamen.

Agiolax Pico – die Lutschtabletten mit Natriumpicosulfat wirken schnell und zuverlässig bei akuter Verstopfung.

Agiocur – ein reines Ballaststoffpräparat zur Regulierung der Darmfunktion.

 
 

© Rottapharm | Madaus GmbH 2010