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Name: Cinnamomum camphora (Lt), Kampferbaum (Dt)
Familie: Lauraceae (Lt), Lorbeerbaumgewächse (Dt)

Wirkung Cinnamomum camphora

Erschöpfende Fieber und Entzündungen, Diarrhöen, spastische Zustände (Pertussis, Epilepsie, Chorea, Asthma, Angina pectoris), Puerperalfieber, Hysterie und Erkrankungen des Urogenitaltraktus wie Dysmenorrhöe und Spermatorhöe sind die wichtigsten Indikationen in der älteren englischen Medizin, die Camphora äußerlich auch noch gegen Frostbeulen, Rheumatismus, Neuralgien, Verrenkungen, Quetschungen und zur Linderung des Juckreizes bei Dermatopathien gebrauchen läßt.
(Madaus 1938)

Nach Trendelenburg wird Kampfer hauptsächlich beim Atmungs- oder Herz- und Gefäßkollaps nach Narkose, im Verlauf von Infektionskrankheiten (besonders bei Pneumonie), bei beginnendem Lungenödem und bei Vergiftungen angewandt. Auch wird ihm ein günstiger Einfluß bei Asthma cardiale zugeschrieben. Bei Rhythmusstörungen des Herzens soll die Wirkung unsicher sein.
(Madaus 1938)

Kampfer wirkt erregend auf das Herz, indem er die Schlagleistung der Kammermuskulatur fördert; in größeren Gaben wirkt er, durch nachteilige Beeinflussung von Reizbildung und -leitung und schließlich Lähmung narkotisch und schwächend.
(Madaus 1938)

Die Koronargefäße werden durch kleine Gaben erweitert. Vom Zentralnervensystem aus wirkt der Kampfer in großen Dosen auf das arterielle Gefäßsystem ein und ruft zentral-vasokonstriktorische Blutdrucksteigerung hervor. Er steigert die Nervenerregbarkeit und verursacht epileptiforme Krämpfe (nach Roggenbau ließen sich bei einer Reihe von Kranken, die nosologisch verschiedenen Gruppen angehörten, durch die intravenöse Anwendung einer Kampfer-Stickstoffverbindung ohne Unterschied Krampfanfälle auslösen), Steigerung der Labyrinthreflexe, er fördert die psychomotorischen Hirnfunktionen, erregt die Schweiß- und Atemzentren. In toxischen Dosen übt er eine depressive Wirkung auf das Nervensystem aus und kann bei Hysterischen und Fiebernden kollapsartige Zustände herbeiführen. Weiterhin verursacht Kampfer entzündlich geschwürige Affektionen der Magenschleimhaut, bei subkutaner Injektion Ödeme in Haut und Unterhaut, hämorrhagische Abszesse, thrombosierte Gefäße, Nekrosen; entzündliches Granulationsgewebe zeigt sich. Örtlich bewirkt Kampfer Brennen, Schmerzen und Entzündung.
(Madaus 1938)

Der Kampfer ist nach W. Heubners (Zeitschr. f. d. ges. experim. Med. 1, 267, [1913]) Versuchen besonders giftig bei der Aufnahme durch die Atemluft. Er wird dann sofort durch das Lungenblut dem Herzen zugeführt, und schon die Verdünnung von 1 : 1 Million Kampferdampf in der Atemluft ist für Kaninchen und Mäuse tödlich. Nach wiederholten innerlichen Gaben tritt leicht Gewöhnung ein, und die Tiere, z. B. die Hunde, vertragen allmählich bis zu 40 g täglich per os.
(Madaus 1938)

Zur Frage der Wirkung auf die Körpertemperatur haben spätere Forschungen im Gegensatz zu der Feststellung von Clarus ergeben, daß der Kampfer tatsächlich eine körpertemperaturherabsetzende Wirkung hat, wenn man auch je nach der individuellen Empfindlichkeit von einer großen Verschiedenheit der Wirkung sprechen muß. Der Kampfer verhält sich nach Gottlieb ähnlich wie das Antipyrin und andere das Wärmezentrum beruhigende Substanzen. Das subjektive Wärmegefühl beruht auf der besseren Hautdurchblutung.
(Madaus 1938)

Die homöopathische Wirkungsweise des Kampfers schildert Hahnemann folgendermaßen: "Wie wäre es möglich, daß der Kampfer in den schleichenden Nervenfiebern mit verminderter Körperwärme, verminderter Empfindung und gesunkenen Kräften, so aufnehmende Dienste leisten könnte, wie uns der wahrheitliebende Huxham versichert, wenn der Kampfer nicht in seiner ersten Wirkung gerade einen solchen Zustand erzeugte, wie Alexander, Cullen und Fr. Hoffmann bezeugen?"
(Madaus 1938)

Außer als Kollapsmittel wird der Kampfer in der neueren homöopathischen Literatur bei Erkältungen, Schnupfen, Blasenkatarrh, Grippe (auch als Prophylaktikum), Krämpfen und Neuralgien genannt.
(Madaus 1938)

Campheröl hat antibakterielle Wirkungen gegen Streptokokken, Staphylokokken, Gonokokken.
(HagerROM 2002)

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