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Name: Crataegus laevigata (Lt), Weißdorn (Dt)
Familie: Rosaceae (Lt), Rosengewächse (Dt)

Geschichte Crataegus laevigata

Im Altertum scheinen die Früchte des Weißdorns nicht arzneilich gebraucht worden zu sein Wir finden ihn erst bei Petrus de Crescentiis, der die Blüten gegen Gicht empfiehlt. Quercetanus, der Leibarzt Heinrich IV., stellte für seinen Monarchen aus dem Weißdorn einen "Syropus senelorum" her. Auch heute noch gilt Crataegus als gutes Altersmittel. Gilibert nennt ihn als Mittel gegen Fluor albus, Louise Bourgeois und J. du Chesne gebrauchen die Beeren gegen Blasensteine. H. Leclerc schreibt, daß er in den Aufzeichnungen von Bonnejoy de Chars über die medizinische Flora folgende Erklärung aus dem 17. Jahrhundert von einem unbekannten Autor gefunden habe: "Bei durch verstärkte Bewegung des Blutes hervorgerufener erhöhter Blutzufuhr in die Blutgefäße müsse eine Blutentleerung stattfinden; was die Ursachen der Spannung anbeträfe, so könnten sie durch Immergrün, Frauenmantel und Weißdorn vermindert werden." In der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts wurde der Weißdorn von einem irischen Arzte namens Green mit großem Erfolg bei zahlreichen Herzleiden angewandt. Erst nach Greens Tode im Jahre 1894 wurde der Name der Droge bekannt. In Lothringen soll der Weißdorn immer ein gebräuchliches Mittel gegen Herzklopfen und Schlaflosigkeit gewesen sein. Das Holz findet Verwendung zu Stielen für Werkzeuge. zu Spazierstöcken usw. Die Früchte werden gern von Vögeln gefressen, dienen wohl auch zur Schweinemast und ergeben gestampft und mit Malz vermischt einen Branntwein.
(Madaus 1938)

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