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Name: Matricaria recutita (Lt), Echte Kamille (Dt)
Familie: Asteraceae (Lt), Korbblütengewächse (Dt)

Kurzbeschreibung Matricaria recutita

Die echte Kamille mit dem lateinischen Pflanzennamen Matricaria recutita L. ist ein Korbblütengewächs (Familie Asteraceae) mit weiter Verbreitung. Sie kommt im östlichen Mittelmeerraum vor und wird besonders in Spanien, Ägypten, Südamerika und in der Türkei angebaut. Im Unterschied zu anderen Arten der Kamille hat die echte Kamille kegelige und hohle Blütenköpfchen und einen an Äpfel erinnernden Geruch.
(Odenthal 2002)

Auf die heilende Wirkung des Kamillentees wies schon Galen (130-199 n.Chr.) hin. Dioskurides (1. Jh. n.Chr.) ließ neben den Blüten auch das Kraut und die Wurzel verwenden und empfahl in seinen Schriften die Kamille als Trank, Sitzbad und für Umschläge gegen eine Reihe von Krankheitssymptomen wie z.B. gegen Blähungen, Krampfzustände aller Art, Magenkatarrhe, Darmkatarrhe, Leibschmerzen, Krampfzustände von Blase und Gebärmutter. In der Volksheilkunde wird die Kamille heute wegen ihrer antiphlogistischen, spasmolytischen und karminativen Wirkung geschätzt. Da man ihr auch eine desinfizierende Wirkung nachsagt, verwendet man Kamillentinkturen bzw. Fluidextrakte gerne in der Zahnheilkunde (z. B. bei Entzündungen des Zahnfleisches und der Wurzelhaut) und in der Dermatologie, dort besonders bei großflächigen und schlecht heilenden Wunden, Ekzemen, Furunkeln und Geschwüren. Die Kamille wird sowohl äußerlich (z.B. als Dampfbad, zu Inhalationen, Pinselungen, Einreibungen) als auch innerlich (z.B. als Teeaufguß) angewendet.
(Saller 1995)

An den beschriebenen Wirkungen sind ätherische Öle und Flavonoide maßgeblich beteiligt. Darüber hinaus kommen Aminosäuren, Bitterstoffe, Polysaccharide und Tannin in der Pflanze vor.

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