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Name: Matricaria recutita (Lt), Echte Kamille (Dt)
Familie: Asteraceae (Lt), Korbblütengewächse (Dt)

Wirkprinzipien Matricaria recutita

Zahlreiche experimentelle Untersuchungen am isolierten Tierdarm belegen die spasmolytische Wirkung er Flavonoide (hier besonders des Apigenins), der Bisaboloide und der Spiroether. In vitro (glatte Muskulatur von Trachea bzw. Ileum) wurden auch für das Kamillenöl spasmolytische Wirkungen an der glatten Muskulatur der Atemwege sowie des Magen-Darm-Traktes dokumentiert. Wirkungen bei Ulzera ventriculi und duodeni: Die in vitro bekannte dosisabhängige antipeptische Wirkung (Modell der "Albuminverdauung") erfolgt nicht über die Beeinflussung des Magensaft-pH (kein säuresekretionshemmender Effekt der Kamillenextrakte). In Tierversuchen wirkt (-)-alpha-Bisabolol in verschiedenen experimentellen Ulkus-Modellen antiulzerogen und ulzerokurativ.
(HagerROM 2002)

Darüber hinaus wurden bakteriostatische und bakterizide Wirkungen verschiedentlich in vitro gefunden (z.B. alkoholischer Kamillenextrakt bei Bacillus subtilis, Staphylococcus aureus, B-Streptokokken, Streptococcus faecalis, Escherichia coli, Klebsiella pneumoniae und Pseudomonas aeruginosa, Candida albicans, Microsporum canis, Trichophyton rubrum und Trichomonas vaginalis).
(HagerROM 2002)

Das ätherische Öl soll in vitro Bakterientoxine (Staphylokokken und Streptokokken) inaktivieren können. In Zellkulturen konnte nachgewiesen werden, dass der Kamillenextrakt eine gewisse antivirale Wirkung aufweist und die Replikation und RNS-Synthese von Herpes- und Polioviren hemmt.
(HagerROM 2002)

Immunologisch wirksam sollen die Schleim- und Bitterstoffe sein. Diese sollen nach In-vitro- und In-vivo-Untersuchungen die unspezifische Abwehr (z.B. Makrophagen, Granulozyten) über eine Phagozytosesteigerung stimulieren (vor allem durch Polysaccharide, 4-O-Me-Glucuronoxylan). Wirkungen auf das Zentralnervensystem: Im Tierversuch konnte gezeigt werden, dass wässrige Kamillenzubereitungen den Aktivitätszustand des Zentralnervensystems im Sinne einer Dämpfung beeinflussen können. Wirkungen auf die Haut: (-)-alpha-Bisabolol förderte tierexperimentell die Epithelisierung und Granulation verletzter Haut [10] und senkte die Hauttemperatur eines UV-Licht-Erythems. Antipyretische Wirkungen: (-)-alpha-Bisabolol wirkt im Tierversuch dosisabhängig antipyretisch. Ebenso ist für das Chamazulen eine fiebersenkende Wirkung im Tierversuch dokumentiert.
(HagerROM 2002)

Chamazulen wirkt nur schwach analgetisch sowie lokalanästhetisch. Das natürlich vorkommende Matricin wirkt ebenfalls analgetisch.
(HagerROM 2002)

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