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Name: Viscum album (Lt), Mistel (Dt)
Familie: Visceraceae (Lt), Mistelgewächse (Dt)

Inhaltsstoffe Viscum album

Für Wirkungen der Droge sind vor allem Glykoproteine, Polypeptide, Flavonoide, Glycoside und Polysaccharide verantwortlich:

Die Mistellektine I – III sind Glykoproteine. Die Mistellektine I – III sind Gemische von Isolektinen, so konnten u.a. für das isomere Mistellektin I durch zweidimensionale Gelelektrophorese 25 Isolektine, für Mistellektin II 15 Isolektine nachgewiesen werden.

Die Mistellektine (ML) ähneln in Struktur dem Ricin, einem Lektin aus dem Samen von Ricinus communis. Sie bestehen aus A-Ketten, zwei über zwei Disulfidbrücken miteinander verbundenen Polypeptidketten, die N-glykosidisch gebundene Oligosaccharidreste tragen.

Die B-Ketten besitzen Bindungsstellen für alpha- und beta-D-Galactose (ML-I, ML-II)oder N-Acetyl-D-galactosamin (ML-III)); sie sind für die Bindung des Lektins an die Plasmamembran bestimmter Zellen verantwortlich.

Die Viscotoxine A2, A3, B und Ps 1 sind relativ kleine (46 Aminosäuren), kompakte, sehr stabile, amphiphile und basische Polypeptide, die an DNS binden und außerdem Biomembranen zerstören können.

Die Hauptkomponenten der Polysaccharide sind ein (1,6)-alpha-D-Galacturonan, ein Arabinogalactan und ein verzweigtes Rhamnogalacturonan.

Die sog. Vesterschen Proteine (VP16), sind vermutlich Komplexe aus den Mistellektinen I – III und Viscotoxinen.

Flavonoide: Quercetin und diverse Quercetinmethylether, Rhamnazin, Sakuranetin, Isorhamnetin, Homeriodictyolglucosid, Phenylpropanderivate: Phenylallylalkoholglycoside, Syringin, das Lignan Syringaresinol und dessen Glycoside, die Penylacrylsäuren Kaffeesäure, Sinapinsäure, Ferulasäure, Syringasäure, Vanillinsäure, Anissäure und Gentisinsäure.

Ligatoxin B: ein neues zytotoxisches Protein (Li et al. 2002).

Weitere Quellen: (Hager 1994, Scheer et al. 1996, Rimpler 1999, Adam et al. 2000)

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