Name: Viscum album (Lt), Mistel (Dt)
Familie: Visceraceae (Lt), Mistelgewächse (Dt)
Kurzbeschreibung Viscum album
Botanische Beschreibung:
Die Mistel gehört zur Familie der Visceraceae, einer Satellitenfamilie der Loranthaceae. Unterarten: Viscum album L. ssp. abietis (Tannen-Mistel), Viscum album L. ssp. coloratum KOM: Japanische Mistel, Viscum album L. ssp. laxum FIEK.: Kiefern-Mistel, Viscum album L. ssp. platyspermum KELL.: Laubholz-Mistel.
Geschichte:
Die Mistel spielte in der antiken und germanischen Mythologie eine Rolle. Die Einführung der Mistel in die Krebstherapie geht auf Rudolf Steiner und Ita Wegmann in den Jahren 1917 bis 1920 zurück. Viscum coloratum Nakai wird innerhalb der Chinesischen Heilkräuter in der TCM unter den Wirkstoffen mit antianginösem Effekt geführt. In den letzten Jahren sind die zunächst in anthroposophischer Betrachtungsweise gefundenen Inhaltsstoffe und Wirkungen der Mistelextrakte weitgehend durch die wissenschaftlich fundierten molekular- und zellbiologischen Untersuchungen erklärt worden.
Vorkommen:
Portugal, Sizilien, Mittelengland, Südnorwegen, Südschweden, Iran, China, Amur- sowie Ussurigebiet, Korea, Japan und Taiwan.
Anwendungsbereiche und Verwendung:
Phytotherapie, Anthroposophische Medizin, Homöopathie, TCM, Onkologie, Kardiologie, Arthrose.
Inhaltsstoffe:
Für Wirkungen der Droge sind vor allem Glykoproteine, Polypeptide, Flavonoide, Glycoside und Polysaccharide verantwortlich.